|
Wildbau im BienenstockDie erste Mahlzeit fing um 12.15 Uhr an und dauerte etwa eine halbe Stunde. Zum ersten Mal in diesem Jahr aß ich zahlreiche Lindenblätter: Außerdem gab es weiße Taubnesseln, Brennnesseln und Blüten sowie Stängel der Zaunwicke, einschließlich einiger darauf sitzender Ameisen. Hier versteckte sich eine Ameise hinter der Blüte: Anschließend war ich gut zwei Stunden in einem Stadtwald unterwegs. Mächtige Baumriesen boten dort einen imposanten Anblick. Dieses Wurzelwerk einer Buche faszinierte mich besonders: Um 16.45 Uhr half ich einem Imker beim Durchschauen seiner Bienenstöcke: Der erste Stock enthielt auf engem Raum etwa 25.000 bis 30.000 Bienen, die trotz eines Eingriffs – der Wildbau wurde entfernt und die Drohnenbrut herausgeschnitten – sehr ruhig blieben. Im zweiten Stock hatten die Bienen die Waben auf noch eigenwilligere Art angelegt: Nach dem Entfernen der oberen Waben kam eine weitere Merkwürdigkeit zum Vorschein: Die Bienen hatten eine Wabe, die der Imker im Winter als Futter quer in den Stock gelegt hatte, mittlerweile zu einer Kinderstube umfunktioniert. Der Imker holte die Wabe vorsichtig heraus und befestigte die Brut mit Hilfe von Wachs in einen neuen Rahmen, der dann „ordentlich“ in den Stock gehängt wurde. Während der Arbeit naschte ich immer wieder Honig. Es gab verschiedene Sorten und eine schmeckte besser als die andere. Ich kam dabei auf eine Menge von etwa 300 Gramm. Die letzte Mahlzeit um 23.15 Uhr bestand aus 310 Gramm frisch entnommener Drohnenbrut.
Abonnieren
0 Comments
Oldest
Diese Seite wurde zuletzt am 18. Februar 2020 um 16.42 Uhr GMT geändert. |